Diese Installation entfaltet sich wie ein stilles Ritual an der Grenze zwischen der sichtbaren Welt und den unsichtbaren Wegen, die ein Leben prägen.
Der Rundgang beginnt mit einem großen runden Spiegel, der an einen Teich erinnert und von Moos und zarten Bäumen umgeben ist. Der Besucher wird dazu eingeladen, eine persönliche Frage zu formulieren, bevor er sich einen kleinen Spiegel aussucht. Auf dessen Rückseite befindet sich ein Hexagramm aus dem I Ging, nicht als Vorhersage, sondern als Einladung zum Nachdenken und zur Selbstreflexion.
Weiter vorne zeigen sieben Spiegel jeweils einen Ast und eine Rabenfeder. Auf den ersten Blick scheinen die Zweige jeglichen Weges zu entbehren. Doch in ihrem Spiegelbild erscheint eine goldene Linie, die symbolisch die zurückgelegten Etappen, die getroffenen Entscheidungen und die bei jeder Entscheidung außer Acht gelassenen Möglichkeiten offenbart.
Durch das Spiel mit Spiegelungen, Symbolen und Kontemplation lädt die Installation jeden dazu ein, den eigenen Lebensweg zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wie jede Entscheidung auf diskrete Weise das Schicksal prägt.
Eintritt frei